Die DelPrado-Story

Unzählige Leidensgenossen haben diesen Weg beschritten. In der Werbung von DelPrado sah alles so einfach aus und die Kosten – naja, die hätte man vorher kalkulieren müssen.
Ich war schon lange von Puppenhäusern und Stuben begeistert, hatte aber bisher nur einige aus Pappe gebaut. Nun wollte ich also so richtig in das Hobby einsteigen.
Der Bausatz des komplett möblierten Herrenhauses mit Wintergarten bestand aus 120 Heften die das Stück etwa 10 DM kosteten. Die erste Ausgabe war spottbillig und enthielt neben einem Bauteil des Hauses auch einen kleinen Schrank. Ich war begeistert und tappte in die Falle.
Hinweis
DelPrado hat verschiedene Serien an Puppenhäusern herausgebracht. Bekannt ist die rote Serie. Das Haus hat mittig Treppenhaus und alle Möbel müssen Sie selber bauen. Ich habe von Del Prado das Puppenhaus der blauen Serie. Das Haus hat 6 Zimmer, kein Treppenhaus und die Möbel sind fertig zusammengebaut.
Die Kosten steigen – das DelPrado-Haus wächst nicht
Wöchentlich trudelte nun ein Heft mit Bauteil und Möbel oder Dekoration ein. Da die Bauteile des Hauses munter gemischt ankamen, war an einen Bau lange Zeit nicht zu denken. Also stapelten sich Hefte mit Beigaben, ich verlor die Lust die Teile auszupacken.
Etwa 40 DM im Monat waren zu verkraften und da ich schon so viel ausgegeben hatte, machte ich weiter. Andere Käufer beendeten das Abo, freuten sich an den Möbeln und den Heften.
Der Bau beginnt

Nach etwa einem Jahr konnte ich mit dem Bau beginnen, immerhin waren nun alle Teile für den Keller, das Erdgeschoss und die erste Etage da. So war endlich auch ein Platz für die kleinen Möbelchen vorhanden.
Schnell zeigte sich in der Bauphase, dass es nicht so einfach war das Haus zusammenzusetzen, In der Werbung erledigte das eine Dame mit verbundenen Augen. In der Praxis brauchte ich zusätzlich die Hände meines Mannes, aber nicht seine Kommentare. Mit Tape und Draht gestützt stand nun über längere Zeit der Rohbau.
Nach zwei Jahren Bauzeit und einer Investition von etwa 1300 DM (Farbe und Kleber musste ich extra kaufen) stand das Haus endlich da. Es war so windschief, dass ich die Scharniere am Dach nicht anbringen konnte. Wieder half Tape, das man später unter den Dachziegeln nicht sehen konnte.
